Backofen reinigen

Hallo zusammen,

zugegeben, es gibt sicherlich fesselndere Freizeitbeschäftigungen, als den Backofen zu säubern. Aber leider gehört diese unangenehme Aufgabe zum Erhalt deiner sauberen Küche. 🙂

Nach jeder Nutzung führen dir eingebrannte Speisereste, wie Fett, Zucker, Bratenflüssigkeiten und andere unschöne Verkrustungen vor Augen, dass der Punkt “Backofenreinigung“  dringend auf deine  “Putz-Agenda“ gehört.

Gründe, den Ofen nicht sofort nach der Nutzung zu säubern, gibt es genug. Du bist entweder auf dein Brat- oder Kochergebnis fixiert oder es warten bereits Gäste ungeduldig auf deine Köstlichkeiten. Und ist die Ofentür erst einmal geschlossen, fällt der Schmutz im Ofen gar nicht mehr auf. 😉

Zur Steigerung deiner Motivation haben wir ein paar hilfreiche Tricks für dich:

Das Backofenspray

Der Einsatz von Backofenspray gehört zu den beliebtesten Arten dem hartnäckigen Schmutz zu Leibe zu rücken. Die Anwendung ist einfach.

Backofenreiniger DrehflexIm ersten Schritt sprühst du das Innere des Ofens mit Backofenspray aus. Beim Kontakt mit der Oberfläche bildet das Spray eine dicke Schaumschicht.  Diese sollte mindestens einige Stunden einwirken. Jetzt  heißt es geduldig sein – beginnst du zu früh mit dem Auswischen, werden sich die eingebrannten Speisereste nicht ganz aufgelöst haben. Verschwendeter Reiniger und eine schlechte Reinigungsleistung sind das traurige Ergebnis.

Mein Tipp an euch: Backofenspray auftragen, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag den Ofen zunächst mit einem Küchenkrepp und anschließend mit einem feuchten Tuch auswischen.

Hinweis: Das Spray nicht auf das Gitter der Heißluft-Heizung sprühen. Die Beschichtung der Heizung kann durch die Chemikalien angegriffen werden. Im schlimmsten Fall ist ein Defekt die Folge. Auf die Beschreibung achten. Manche Hersteller geben den Hinweis, dass der Backofen erst ein paar Stunden später wieder benutzt werden darf.

 

Der Geheimtipp – Rasierschaum

Um gute Reinigungsergebnisse zu erzielen, muss es nicht immer die chemische Keule sein. Wenn du kein Backofenspray zur Hand hast, dann ist Rasierschaum ein geeignetes Mittel. Klingt komisch, ist aber so. 😉

Verteile einfach den Rasierschaum auf eingebrannte Rückstände in deinem Backofen. Der Schaum lässt sich am besten mit der flachen Hand verteilen.

Den Rest erledigt die Zeit. Wie Backofenspray, sollte auch der Rasierschaum über Nacht auf die Verschmutzungen einwirken.
Am nächsten Tag mit Küchenkrepp und anschließend mit einem feuchten Tuch auswischen.

Das Hausmittel – Zitronensaft

Viele der handelsüblichen Reinigungsmittel machen sich die Kraft der Zitrone zu nutze. Die Fruchtsäure der Zitrone zersetzt auf natürliche Weise die meisten Verunreinigungen. Zudem vermittelt der Duft bereits den Eindruck von Frische und Reinlichkeit.

Anwendung: Du presst 1 – 2 Zitronen aus und platzierst den Saft in einer Schale im Zentrum des Backofens.

Reinigungsmittel Zitrone
©lisa870 – Fotolia.com

Eine noch höhere Effektivität erzielst du, wenn du den Zitronensaft mit etwas Wasser verdünnt auf ein Backblech gießt.

Danach erhitzt du deinen Backofen auf eine Betriebstemperatur von etwa 100 – 120° C. Das Zitronensaft-Wasser-Gemisch wird unter Einwirkung der Hitze mit der Zeit verdampfen. Der Zitronen-Dampf wirkt auf die Verschmutzungen im Ofen ein, löst sie an und die Flecken bzw. Verkrustungen lassen sich mit einem Tuch entfernen.

Das natürliche Mittel – Salz

Besonders hartnäckige Verkrustungen lassen sich mit Salz entfernen. Diese Art des Reinigens kannst du sowohl für den Boden des Ofens als auch auf deinen Backblechen anwenden.
Befeuchte den Boden und streue großzügig (8-12 mm hoch)normales Haushaltssalz auf die Verkrustungen. Im Anschluss erhitzt du den Ofen auf etwa 50° C. Wenn das Salz braun ist, kannst du den Backofen ausschalten. Das heiße Salz löst die Verunreinigungen und lässt sich mit einem Handfeger oder Pinsel wegfegen.

Zum Schluss wäschst du das Ofeninnere noch mit einem feuchten Tuch aus.

Das Universalgenie – Backpulver

Backpulver hilft nicht nur, dass Gebäck und Kuchen optimal gelingen – Backpulver verfügt über wahre Zauberkräfte und ist im Haushalt vielseitig verwendbar.

Backpulver
Backpulver ©Michelle -Fotolia.com

Das gilt insbesondere bei der Beseitigung von Backofenschmutz.

Nimm ein Päckchen Backpulver und vermische es in einer Schale mit 3 Esslöffeln Wasser.  So lange rühren, bis eine Paste entsteht. Je nach Art und Menge der Verschmutzungen kannst Du im selben Verhältnis auch weitere Päckchen vermischen. Mit einem Pinsel trägst du die Backpulverpaste auf die entsprechenden Stellen im Ofen auf und lässt alles ca. 50 Minuten einwirken.
Das Backpulver greift den Schmutz an und löst ihn auf. Zum Schluss kannst Du den Ofen ganz normal mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel auswischen.

 Das Rundum-Sorglos-Paket – der Pyrolyse-Backofen

Um allem Reinigungsärger aus dem Weg zu gehen, bietet sich der Kauf eines Pyrolyse-Ofens an.  Bei der pyrolytischen Reinigung wird in einem speziellen Arbeitsgang der Ofen auf 500° C erhitzt. Brat- , Back- und Grillrückstände werden bei diesem Prozess zu Asche zersetzt. Dieser Vorgang kann bis zu 3 Stunden dauern. Nachdem der Backofen abgekühlt ist, kannst du die Asche wegwischen.

Teleskopauszüge reinigen

Backofen von innen
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Die Teleskopauszüge geraten beim Putzen leicht in Vergessenheit. Die Leichtgängigkeit deiner Teleskop-

Auszüge leidet unter dem hartnäckigen Schmutz, wenn er nicht entfernt wird.
Wir haben einen Tipp für dich, der dir die Reinigung erleichtern könnte.

Folgende Dinge solltest du bereithalten:

Putzmittel:

Reinigungsmittel Zitrone
©lisa870 – Fotolia.com

2 EL Essig oder Essigessenz, etwas Wasser, 2 EL Backpulver und 1 EL Natron.

Hilfsmittel bzw. Werkzeuge:

Pinsel, Topfkratzer, Mikrofasertuch bzw. Spültuch, ausrangierte Zahnbürste, Latex- oder Gummihandschuhe und eine hitzebeständige Schale oder Auflaufform.

Anmerkung:

Bei der beschriebenen Vorgehensweise haben wir ganz bewusst auf den Einsatz der “chemischen Keule“ in Form von Backofenspray verzichtet. Grundsätzlich arbeiten beide Varianten nach dem gleichen Prinzip, aber Natron, Backpulver und Essig sind weniger gesundheitsgefährdend, schonen die Umwelt und obendrein sparst du auch noch Geld.

Und so gehst du vor:

Mischung anrühren

Bevor du startest, rührst du eine Mixtur aus Natron, Backpulver, etwas Wasser und Essig zusammen. Die Masse gründlich verrühren bis sie von cremiger Konsistenz ist.

Putzmittel auftragen

Handschuhe anziehen und die Masse mit einem Pinsel auf die Teleskop-Auszüge auftragen bzw. mit einem Schwamm auftupfen. Wichtig ist, dass du alle Winkel, Ecken und besonders die sichtbaren Anhaftungen einpinselst.

Wasserschale in den Ofen

In eine hitzebeständige Keramikschale oder einer Auflaufform füllst du heißes Wasser und platzierst diese in mittlerer Höhe auf dem Grillrost.

Backofen erhitzen

Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, stellst du den Temperaturregler auf 120° C und lässt den Ofen für etwa 1 Stunde bei geschlossener Tür an.  Zwischendurch prüfen, ob sich noch genug Wasser im Behältnis befindet und ggf. Wasser nachfüllen.

Reinigen der Vollauszüge

Nach einer Stunde “Dampf-Backen“ kannst du mit der Reinigung loslegen.

(Vorsicht: der Ofen ist sehr heiß – warte, bis er sich soweit abgekühlt hat, dass du dir deine Hände bzw. die Gummihandschuhe nicht verbrennst.)

Der Wasserdampf hat in Verbindung mit deiner selbstgerührten Creme die Verkrustungen soweit  aufgeweicht, dass du mit der Zahnbürste, einem Schwämmchen und dem Spültuch die Verschmutzungen lösen kannst.

Fazit:

Mit ein paar kleinen Hausmitteln und etwas Geduld kannst du ohne lange zu fackeln deinen Backofen und die praktischen Teleskop-Auszüge wieder ansehnlich und hygienisch sauber bekommen. Wenn du diesen Vorgang mehrmals im Jahr wiederholst hast du lange Freude an leichtgängigen, hygienisch-sauberen Teleskop-Auszügen und an deinem Backofen.

Anmerkung:

Welche Reinigungsart du auch bevorzugst, vermeide es dem Schmutz mit Spachteln, spitzen Gegenständen oder ungeeignetem Werkzeug auf die Pelle zu rücken. Das Risiko, die Beschichtung zu schädigen, ist einfach zu groß.

 

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