„Liebling ich hab die Gans geschrumpft.“

Ein Hilfeschrei mit dem du besonders zu den Festtagen die komplette Familie in den Schockzustand versetzen kannst.  Damit dir eine derartige Katastrophe erspart bleibt, haben wir ein paar Tipps für dich und deinen Backofen, damit alles glatt geht.

 Ein knuspriger Gänsebraten ist etwas  „Gans Feines“, wenn da nur nicht jedes Jahr aufs Neue die Diskussion beginnt, wie der Gummiadler am besten zubereitet wird. Neben zahlreicher Gewürzmischungen und Füllungen gilt das Hauptinteresse stets der Garzeit.

Eine Köchin oder ein Koch, der sich die Mühe macht seiner Familie einen fantastischen Gänsebraten zu servieren, hat generell ein Interesse daran, dass an den Weihnachtstagen alles perfekt geplant ist. „Uhrenvergleich !“  – Und der Weihnachtsstress kann beginnen.

Da kommt es doch sehr gelegen, wenn man dir mehr Zeit schenkt, um alle Aufgaben zu bewältigen. Mit dem nachfolgenden Rezept für deinen Gänsebraten sparst du eine Menge Arbeit. Du kannst  „Gans easy“  den Festtagsschmaus zubereiten und nebenher noch an der Tischdekoration herumtüfteln oder die Speisefolge für den nächsten Tag vorbereiten.  Auf den Punkt gebracht: Du hast alle Zeit der Welt – zumindest verschafft dir diese Zubereitungsart ein Zeitfenster von 9 Stunden.

Rezept:  „Gans easy“

Das benötigst du:

Gemüse1x Gans – frisch geschlachtet – ca. 6 – 7 kg
1x Bund getrockneter Beifuß oder 1 Sträußchen frischer Rosmarin
1x unbehandelte Bio-Zitrone
1x unbehandelte Bio-Orange
1xApfel – halbiert – entkernt
5x Schalotten

2x Zwiebel

2x Karotten
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer aus der Mühle

1 TL Paprika edelsüß

2x Rosmarinzweige

1x Thymianzweig

Salz
0,75 Liter Gänsefonds oder trockener Weißwein

Und so geht’s „Gans easy“

Die Gans gut abwaschen, Fett entfernen den Beutel mit den Innereien aus dem Innern entfernen und mit Küchenpapier gründlich abtupfen. Wenn es nicht der Metzger erledigt hat, entfernst du den Hals sowie – bis zum ersten Gelenk – die Flügel.

Backofen auf 110° C  vorheizen. (Ober- u. Unterhitze 110° C / Umluft 90°)

In einer Schale rührst du ein Gemisch aus Olivenöl, Paprika, geriebener Orangen und Zitronenschale, sowie frisch gemahlenem Pfeffer, Salz und Paprika an. Mit dieser Mixtur streichst du mit einem Backpinsel die Gans von innen ein.

Dazu gibst du den Rosmarin mit dem Thymian, die geviertelten Zwiebel  und den halbierten entkernten Apfel. Anschließend verriegelst du die Öffnung der Gans indem du sie mit Küchenzwirn zunähst oder einfach Rouladennadeln oben und unten unter die Haut steckst.

Achtung:

Das Innere der Gans darfst du nicht komplett befüllen. Wird die Gans z.B. mit Backpflaumen, Maronen oder mit mehr Äpfeln gestopft, funktioniert das Garen mit Niedrigtemperatur nicht !

Abschließend reibst du die Gans von außen ebenfalls mit Salz und Pfeffer ein, bevor sie auf dem Grillrost liegend für 9 Stunden bei 110° C  in den Ofen wandert.  (Umluft ca.95°)

In eine Fettpfanne legst du die  Hals und Flügelstücke und die Karotten zusammen mit den halbierten Schalotten und platzierst sie  unter dem Grillrost.

Nach etwa 3,5 Stunden übergießt du Gans mit dem Geflügelfond oder je nach Vorliebe mit Weißwein.

Nach 9 Stunden entnimmst du die Gans, legst sie in eine große Schüssel und deckst sie mit Alufolie und einem großen Handtuch ab. Die Alufolie falten, so dass sie doppelt liegt. Die glänzende, reflektierende Seite sollte zur Gans hingewandt sein, da sie die Hitze besser hält.

Die Gans bleibt so abgedeckt für 1,5 Stunden stehen.  Keine Sorge, die Gans landet dadurch nicht kalt auf dem Tisch. Warum macht man das?

Während des Bratens staut sich der Saft des Fleisches in der Mitte der Gans. Die verordnete Ruhezeit sorgt dafür, dass sich der Fleischsaft aus der Mitte heraus wieder in der Gans verteilt. Das Fleisch bleibt dadurch saftig und verkümmert nicht zu einer zähen, trockenen Masse.

Während sich die Gans ausruht, ist es Zeit sich der Soße zu widmen.

Je nachdem wie viel Fett die Gans abgegeben hat,  hast du nun Gelegenheit etwas davon abzuschöpfen. Von den Hals und Flügelstücken entfernst du das Fleisch und belässt es in dem Bratenfond.  Danach das Ganze mit dem Mixstab pürieren und mit etwas Mehl binden.

 

Tipp

Sollte dir die Gans nach den 9 Stunden nicht dunkel bzw. kross genug sein, kannst du sie auf dem Grillrost noch einmal bei 250° C für 20 – 30 Minuten grillen.

Der Vorteil der Variante, mit niedriger Temperatur zu braten, liegt darin, dass das Fleisch (auch bei anderen Fleischarten wie Lamm, Wild und Rind) besonders saftig und zart bleibt. Nebenher kannst du noch ein Nickerchen auf dem Sofa machen.

Die klassische 3 Stunden „250 Grad-Hau-Ruck – Methode“  sorgt gerade bei Festtagsbraten eher für enttäuschte Gesichter. Nicht selten ist die Gans innen noch roh, während sie auf der Außenhaut schon schwarz wird. Das Fleisch hat eine Konsistenz von einem Fensterleder und über den Geschmack kann man kaum urteilen, da die Gästen die Lust am Kauen verloren haben.

Fazit

Mit dem Braten bei Niedrigtemperatur sparst du Zeit und eine Menge Stress. Ein Garant für das Gelingen aufwändiger und leckerer Bratengerichte ist die Ausstattung deines Backofens. Die beste Automatik und die auf´sgefeilteste Technik am Backofen nützen rein gar nichts, wenn deine Backbleche, dein Grillrost oder die fettpfanne qualitativ minderwertig oder in unzureichender Menge zur Verfügung stehen.

Ein Backofen mit richtigen Backblechen, Grillrosten und Fettpfannen ist das Herzstück einer gut funktionierenden Küche.

"Kaputte Dinge wirft man nicht einfach weg. Wenn sie wichtig sind, dann repariert man sie." Warum z.B. eine Waschmaschine wegschmeißen, wenn sie mir jahrelang treue Dienste geleistet hat? Als Teil des Social Media Teams bei Ersatzteil-Land versuche ich unseren Kunden, mit diesem Blog, die preiswerteren Alternativen vorzustellen.