Schmutzige Wäsche waschen

Fehler beim Wäschewaschen

WäscheEine Quelle ständiger Fehler und Missverständnisse ist  die Waschmaschine. Kaum ein anderes Gerät im Haushalt wird nur instinktiv, nach Gefühl oder oberflächlich-routiniert bedient.
Zugegeben, die unüberschaubare Waschmittelvielfalt, die zahlreichen Waschprogramme und die unterschiedlichen Temperatureinstellungen sind selbst für versierte Hausfrauen ein einziges Rate-Quiz.

 

Daher haben wir uns eingehender mit dem Thema: Wäschewaschen beschäftigt. In diesem Beitrag findest du Themen wie: 

Das Thema Weichspüler ist immer wieder präsent und aktuell. Der eine liebt es, der andere verzichtet lieber. Wir haben uns den Weichspüler genauer angeschaut:

Dosierung des Waschmittels

Da wäre als erstes das Waschmittel bzw. seine Dosierung. Hier ist weniger mehr, denn Waschmittel ist kein Kaffeepulver, welches du frei nach Geschmack oder Belieben in die Kaffeemaschine einfüllst. Zuviel Waschmittel ist schädlich!

Empfohlenen Mengen des Herstellers beachten.
Die Dosierungsanweisungen kommen nicht von ungefähr, denn sie basieren auf einer Vielzahl von Versuchen und Experimenten, die der Waschmittelproduzent gemacht hat, um optimale Reinigungsergebnisse zu erzielen. Frei nach dem Motto “Viel hilft viel“ zu verfahren schadet mehr, als es hilft.
Schüttest du zu viel Waschmittel in die Schublade, wird nicht nur unnötig teures Waschmittel vergeudet, sondern auch Wasser. Befindet sich zu viel Pulver in der Trommel,  informieren Sensoren die Maschine über den Zustand des Waschwassers, die dann durch die Zufuhr von mehr Wasser versucht, es wieder loszuwerden. Höhere Strom- und Wasserkosten sind die Folge.
Im Waschmittelfach der Schublade setzen sich Ablagerungen fest, die ein ideales Klima zur Bildung von Sporen und Schimmel begünstigen. Diese können sich in deiner Kleidung festsetzen. – Die Gesundheit lässt grüßen!
Mit einer regelmäßigen Reinigung des Fachs kannst du dieses Risiko minimieren. Das Fach lässt sich einfach herausklipsen und unter fließendem Wasser mit einer kleinen Bürste reinigen.
Manche deiner Textilien können durch zu viel Waschmittel Schaden nehmen. Farben verblassen schneller und die Materialien verschleißen früher.
Mit Waschmittel-Überdosierung tust du weder deiner Wäsche, noch der Umwelt oder deinem Geldbeutel einen Gefallen.

Heißes Waschen ist nicht immer nötig

In vielen Köpfen ist noch der Irrglaube verhaftet, dass alles heiß gewaschen werden muss. In der Tat garantiert heißes Wasser eine zuverlässige Reinigung. Aber mit dem wachsenden Bewusstsein zur Umwelt und Energie wurden die heutigen Waschmittel völlig neu konzipiert.
Moderne Waschmittel erbringen eine perfekte Sauberkeit schon bei niedrigen Temperaturen von 20 und 30° C.
Beobachtest du in welchem Rhythmus du deine Kleidungsstücke wechselst, dann fällt dir auf, dass nicht alle

grüne Bakterien
©norman blue – Fotolia.com

Textilien gleichermaßen verschmutzt sind. Sportkleidung und Unterwäsche können stärker verschmutzt sein als eine Jeans oder Bluse, die nur einmal getragen wurde.
Das bedeutet, dass der Löwenanteil deiner Wäsche mit niedrigen Temperaturen gewaschen werden kann. Stark verflecktes oder verschwitztes kannst du wie gewohnt bei 40° C waschen.

Hygienische Gründe und gleichzeitige Pflege für die Waschmaschine

Aus hygienischen Gründen sollte der Temperaturregler bei Unterwäsche, Handtüchern und anderen stark verschmutzten oder eng am Körper getragenen Textilien auf mindestens 60° gestellt werden.

Die 60°C-Wäsche hält außerdem deine Waschmaschine sauber. Einigen unserer Kunden ist es bereits passiert, dass die Waschmaschine einen unangenehmen Geruch entwickelt halt. Sie regelrecht stinkt.

Ursache: Es wurde zu oft, zu niedrig gewaschen.

Du fragst dich jetzt: Wie? Gerade eben hieß es noch, ich kann ruhig auf niedrigen Temperaturen waschen. Das ist auch durchaus richtig, aber wenn nichts mehr mit hoher Temperatur gewaschen wird, kann sich ein Biofilm innerhalb der Maschine bilden. Dieser Biofilm begünstigt die Entstehung von Bakterien und Pilzen und damit entsteht der unangenehme Geruch.

Daher ist es empfehlenswert in regelmäßigen Abständen mit 60°C zu waschen.

Häufiges Waschen schadet

Wann ein Wäschestück schmutzig ist und wann nicht hat schon oft zu unliebsamen Diskussionen, vorzugsweise zwischen Mann und Frau geführt. Während zuweilen Unterwäsche zu einem Fall für die Eheberatung wird, landen andere Kleidungsstücke täglich in der Waschmaschine.
Beides ist falsch. Jeanshosen, T-Shirts und andere Oberbekleidung können durchaus 3-5 Tage getragen werden, ohne dass dies dein Outfit beeinträchtigt.
Wenn du deine Wäsche zu oft wäschst, wird sie auch schneller verschleißen und das nicht vom Tragen, sondern vom Waschen. In der Waschmaschine wirken chemische und mechanische Prozesse auf deine Kleidung ein, deren Kräfte höher und intensiver sind als das bloße Tragen.

Unübersichtliches Waschmittelangebot

Das Angebot an Waschmitteln wird immer unüberschaubarer. Das beginnt schon bei der Darreichungsform. Du kannst zwischen klassischem Pulver, Flüssigwaschmittel oder Tabs entscheiden. Zusätzlich werden Waschmittel für Feinwäsche, Wolle und Seide sowie für weiße, schwarze und bunte Textilien angeboten. Bleichmittel, Fleckenentferner und natürlich Weichspüler runden das Programm nach oben ab.
Das meiste davon ist unnützer Kram, den du nicht brauchst. Hinzu kommt noch das Phänomen, dass flüssige Waschmittel inzwischen den Markt dominieren, obwohl flüssiges Waschmittel lediglich in Wasser gelöstes und somit verdünntes Pulver ist.
Das heißt, dass man dir in erster Linie Wasser für deine Waschmaschine verkauft – klassisches Waschpulver ist in Relation zu Volumen und Preis die wirtschaftlichere Alternative.
Flüssigwaschmittel scheinen zwar praktischer in der Handhabung zu sein, aber in der Realität sind sie teurer und stellen die Kläranlagen vor extreme Aufgaben.

Tipp:
Damit du lange Freude an den frischen Farben deiner Textilien hast, ist es ratsam, diese vor dem Waschen auf links zu drehen. Damit schonst du die Fasern der Oberfläche und die Farbgebung bleibt länger stabil.

Vorwäsche ist oft unwichtig

Wie schon zuvor erwähnt, sind moderne Waschmittel bereits bei geringen Temperaturen auf alle Arten von Schutz vorbereitet. Erst bei stark verschmutzter Sport- oder Berufskleidung kann ein Vorwaschgang sinnvoll sein. In allen anderen Fällen wirst du mit der Einstellung “Vorwäsche“ keine besseren Waschergebnisse, sondern nur höhere Strom- und Wasserrechnungen erhalten.

Füllmenge der Maschine beachten

Achte darauf, dass deine Waschmaschine nicht zu voll gestopft ist. Um einen zweiten Waschgang zu vermeiden neigt man dazu, auch noch den letzten Winkel in der Trommel auszunutzen. Dabei entstehen einige Nachteile.
Befüllst du die Trommel zu stark können die Lager deiner Maschine beschädigt werden. Nasse Wäsche hat ein hohes Gewicht und belastet die Lagerung der Trommel über Gebühr. Besonders beim Schleudergang treten dann Kräfte auf, die deiner Waschmaschine extrem zusetzen. Gleichzeitig entstehen durch die ständige Bewegung der Wäsche Zugkräfte, die zu Rissen, Löchern oder anderen Beschädigungen führen können.
Eine weitere Konsequenz ist, dass aufgrund der Dichte nicht genug Wasser zwischen deine Textilien gespült werden kann. Dabei können starke Verunreinigungen nicht ausreichend herausgespült werden und Flecken bleiben im Gewebe zurück.
Um festzustellen, wann die optimale Füllmenge erreicht ist, gibt es eine ganz einfache Regel:
Nachdem du die Trommel befüllt hat muss senkrecht zwischen der Wäsche und Trommeldecke eine Handbreit Platz bleiben.

Tipp:

Reißverschlüsse vor dem Waschgang immer schließen!

Offene Reißverschlüsse sind während des Waschens einer starken Belastung ausgesetzt. Dabei ist es einerlei, ob der Zipper Metall- oder Kunststoffzähne besitzt – alle Arten können im Bereich des Schiebers reißen.
Die scharfen Kanten der Metallzähne können zudem andere Textilien beschädigen.

Fußballtrikot bzw. Kleidung aus Polyester richtig reinigen

Trikots bestehen zu 100% auf Polyester, daher sollte bei der Pflege einiges beachtet werden.

Die Hitze macht den Unterschied

Waschanleitung
Beispielbild! ©Stockfotos-MG – Fotolia.com

Je nach Hersteller solltest du darauf achten, dein Trikot nicht heißer als 40°C zu waschen. Auf der Innenseite vom Pflegeschild erfährst du mehr. Dort steht entweder eine 30 oder eine 40 eingebettet im Wasser.

Als Waschmittel eignen sich besondere Sportbekleidungs-Waschmittel oder Feinwaschmittel. Niemals sollte Weichspüler benutzt werden. Der Duft ist verlockend, schadet aber dem Gewebe.

Sport-Trikots bzw. Sportbekleidung sollte nicht in den Trockner gegeben werden. Kunstfasern wie Polyester oder Elastan können unter hoher Wärmeeinwirkung ihre Struktur verändern. Die hohen Temperaturen sorgen außerdem dafür, dass sich Beflockungen oder Aufdrucke schneller lösen bzw. brüchig werden.

Extratipp: Das Trikot erst nach 24 Stunden waschen, damit gewährleistet ist, dass die Beflockung hält.

Auf links drehen

Um die bereits erwähnte Beflockung bzw. den Aufdruck zu schützen, sollte das Trikot vor dem Waschen auf links gedreht werden. Vorsicht beim Waschen mit anderen Kleidungsstücken, die Klett- und Reißverschlüsse haben. Diese können den empfindlichen Stoff schädigen.

Einfärben unerwünscht

Polyester
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Die Lieblingsmannschaft hat die Farben Schwarz, Rot und Gold. Schnell noch das pinke T-Shirt der kleinen Tochter dazu und ab in die Waschmaschinen. Lieber nicht. Im schlimmsten Fall ist das Trikot nach dem Waschen rosa. Gerade bei Polyester auf gleiche Farben achten, damit es nicht zu einem unerwünschten Einfärben kommt.

Polyester – die Struktur ist empfindlicher als gedacht

Polyester ist beim Trikot beliebt, jedoch wie bereits oben erwähnt, hitzeempfindlich. Daher nach dem Waschen das Trikot schnell aufhängen. Sollten doch einmal ein paar Falten hinein gelangen, kann das Trikot vorsichtig auf Stufe 1 gebügelt werden. Das Trikot im nassen Zustand nicht auswringen und nicht feucht in den Wäschekorb geben.

Weichspüler

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Früher wurde die Wäsche an der frischen Luft getrocknet. Es gab eine Zeit in der die Hausfrau die Wäscheberge ohne einen praktischen Trockner bewältigen mussten.

In den Wintermonaten bzw. an Regentagen wurde die Wäsche in geschlossenen Räumen getrocknet. Der große Nachteil: Es fehlter der Wäsche an Frische (Duft) und die entstehende Trockenstarre schränkte den Tragekomfort ein.

Durch die Erfindung des Weichspülers sind die „harten Zeiten“ vorbei und wir erfreuen uns an weicher, duftender Kleidung. Aber nicht immer ist es von Vorteil Weichspüler zu benutzen.

Funktionsweise

Ein Weichspüler ist ein ergänzender Pflegezusatz, den du in ein gesondertes Fach der Waschmittelschublade gibst. Nach Beendigung des Waschvorgangs wird er von der Waschmaschine herausgespült und deinen Textilien zugesetzt.  Der Weichspüler hat die Aufgabe deiner Wäsche eine gewisse Hautfreundlichkeit zu verleihen.

Werden Kleidung oder andere Textilien an der Luft getrocknet, kann sich bei ausbleibender Luftbewegung – z.B. Wind –  innerhalb des Gewebes eine Trockenstarre bilden. D.h. deine Wäsche wird hart und fühlt sich spröde und rau an.

Während deine Wäsche trocknet bilden sich in den Zwischenräumen der Fasern sogenannte elektrostatische (ionische) Wasserstoffverbindungen. Diese werden auch  auch als Wasserstoffbrücke bzw. H-Brücke bezeichnet und sind für die Trockenstarre und das lästige Kratzen auf der Haut verantwortlich.

Beim Einsatz von Weichspüler werden, durch die darin enthaltenen Tenside, die H-Brücken aufgebrochen und dauerhaft beseitigt. Nach diesem kompliziert klingenden Vorgang fühlt sich deine Wäsche wieder kuschelweich an.

Aber ein Weichspüler hat nicht nur die Aufgabe, deine Wäsche weicher zu machen – angenehm duften soll sie schließlich auch noch.  Dazu werden wohlriechende Duftaromen wie z.B. Lavendel, Oleander, Vanille, Wildrose, Jasmin und vieles mehr appliziert. Inzwischen kommen neue Duftstoffe im Gewand eines edlen Parfüms daher um deiner Wäsche dufttechnisch auf die Sprünge zu helfen.

Anmerkung: An allen Orten, die wir aufsuchen fühlen sich Menschen berufen, die Räumlichkeiten  mit Duftstoffen zu kontaminieren. Es gibt inzwischen zahlreiche Menschen, die auf dieses künstlich erzeugten Aromen allergisch reagieren und sich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sehen.  Darum ist nicht jedes Produkt aus der Welt der Düfte generell ein Hochgenuss für alle. Selbst der gut gemeinte Weichspülerduft kann für manche Personen ein Allergieauslöser sein. 

Woraus besteht Weichspüler? Inhaltsstoffe und Zusammensetzung

Weichspüler bestehen in den Hauptbestandteilen aus pflanzlichen und tierischen Fetten. Fette und Öle sind Geschmacks- und Geruchsträger.   Sie sind in der Lage Geschmack, Würze und Gerüche zu speichern. Eine gute Eigenschaft, die du in der Küche bei der Verwendung von Ölen kennst.

Der Weichspüler profitiert von diesem Effekt, indem er mittels der Fette, die allseits beliebte April-Frische und andere Aromen speichert.

Die tierischen Fette werden auch als „kationische Tenside“ bezeichnet. Tenside sind waschaktive Zusätze in Waschmitteln, Shampoos und Spülmitteln, die die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten schwächen. In der Praxis ermögliche Tenside die Verbindung von Wasser und Öl (Emulsionen) und sind darum ideale Helfer beim Lösen und beseitigen von Verschmutzungen.

Waschen ohne Weichspüler

Wenn du vorhast, deine Wäsche in den Trockner zu geben, dann benutze keinen Weichspüler. Durch die Hitze im Trockner verteilt sich der Weichspüler im gesamten Gerät und kann zu Fehlermeldungen führen.

Mehr dazu: Kondenstrockner – Abhilfe bei Funktionsproblemen

Wie schon eingangs beschrieben, wird durch die Verwendung von Weichspüler die Trockenstarre beseitigt. Sobald deine Wäsche während des Trocknens in Bewegung bleibt, kann sich erst gar keine Trockenstarre bilden. Wenn du einen Trockner hast, wird deine Wäsche auch ohne Weichspülerwieder weich. 

Tipp: Hänge deine Wäsche an einem Ort deiner Wahl zum Trocknen auf. Ist sie trocken, gibst du sie für etwa 8 bis 10 Minuten in den Trockner und wählst eines der  Programme: Auffrischen, Glätten oder einfach nur Kaltluft. Danach sind alle Wäschestücke von der Trockenstarre befreit.

Pro und Kontra

Vorteile

1.Weiche Wäsche:  Weichspüler beseitigt die Trockenstarre und macht sie  weich. Als Resultat erhältst du einen besseren Tragekomfort.

Handtuch Lavendel2.Frischer Duft: Weichspüler versorgen deine Wäsche mit wohlriechenden Duftaromen und  lassen sie über einen längeren Zeitraum frisch duften.

3.Schnellere Trocknungszeiten: Der Weichspüler bildet auf den Textilfasern eine Art von Versiegelung. Dadurch wird bereits beim Schleudern mehr Wasser aus dem Stoff entfernt und die Trocknungszeit verkürzt sich.

4.Verbesserter Bügelkomfort:  Weichspüler verhindert die Härte im Stoff und verringert so die  Anfälligkeit für Falten- und Knitterbildung.

5.Längere Sauberkeit.  Durch die versiegelten Fasern wird die Fähigkeit zur elektrostatischen Aufladung reduziert und beugt einer erneuten Verschmutzung vor.

6.Nachhaltige Textilpflege: Mit Weichspüler behandelte Wäschestücke sind durch die aufgetragene Schicht auf den Stofffasern besser gegen Abrieb, Verschleiß und Abnutzung gefeit.  Die Haltbarkeit der Kleidung wird erhöht.

7.Hautprobleme: Durch Hautkrankheiten wie z.B. Neurodermitis und Schuppenflechte sind unbehandelte Textilien unkomfortable (raue Oberfläche). Weichspüler schont die Haut gerade bei Personen mit Hautproblemen. Aber Vorsicht vor allergisch bedingten Reaktionen. Die gereizte Haut kann auf die Aromen und die Tenside reagieren. 

Nachteile

1. Verschmutzung der Maschinen: Weichspüler bestehen zu einem hohen Prozentsatz aus tierischen Fetten. Diese werden aus Schlachtabfällen gewonnen und mit Duftstoffen versehen. Diese Mixtur kann mit der Zeit deinen Maschinen schaden. In den Leitungssystemen entstehen bei jedem Waschgang mikrofeine Ablagerungen, die auf Dauer die Funktionen deiner Waschmaschine beeinträchtigen.

2.  Schädlich für den Trockner:  In jedem Trockner, egal welcher Bauart, können mit Weichspüler    angereicherte Wasserdämpfe in nahezu alle Bauteile des Trockners vordringen und sogar die Elektronik außer Gefecht setzen. (In besonderem Maße können mit Weichspüler getränkte Trocknertücher der Elektronik Probleme bereiten).

3. Verschlechterte Reinigungskraft: Aufgrund dessen, dass Weichspüler die Stofffasern mit einer    wasserresitenten Schicht ummanteln, kann die Entfernung von Schmutz erschwert werden.

4. Vorsicht bei Synthetik: Funktionswäsche oder Kleidung, die zum größten Teil aus synthetischen Fasern besteht, können die Antragungen des Weichspülers die Atmungsaktivität des Gewebes beeinträchtigen.

5. Saugfähigkeit: Probleme bereiten mit Weichspüler behandelte Fasern dann, wenn du von ihnen eine gewisse Saugfähigkeit verlangst. Bei Handtüchern, Badetüchern,  Geschirrtüchern wird die Fähigkeit Wasser aufzunehmen verlangsamt bzw. stark beeinträchtigt. Bei Geschirrtüchern verursachen, mit Weichspüler getränkte Fasern, zudem auch noch einen Schmiereffekt durch Rückstände von Tensiden.

6. Der frische Duft verändert sich: Die im Weichspüler enthaltenen Fette dienen als Aroma-Depots, da sie in 

Allergie

der Lage sind die Duftnote, die du beim Kauf gewählt hast zu speichern. Lagerst du deine Wäsche z.B. Bettwäsche im Kleiderschrank, dann werden die Fette des Weichspülers den Umgebungsgeruch in sich aufnehmen. Ähnlich, wie nicht abgedeckte Sahne oder Butter im Kühlschrank wirken Umgebungsdüfte   verändernd auf den Geschmack bzw. die Aromen. Je nach Hersteller des Weichspülers kannst du nach einigen Wochen deine Textilien direkt noch einmal waschen, da sie unangenehm riechen.

7. Gesundheitliche Risiken:  Für Allergiker oder solche Personen, die mit gewissen Unverträglichkeiten von Stoffen zu kämpfen haben, sind Duftstoffe, Farbstoffe, künstliche Aromen, Konservierungsstoffe und andere chemische Zusätze ein unkalkulierbares Risiko. Hast du diese oder eine ähnliche Disposition, dann solltest du um  Weichspüler aller Art einen großen Bogen machen.

Umwelt und Natur

Als vor ca. 30 Jahren die Gefahr von Tensiden in Gewässern oder dem Grundwasser zum Thema wurde, haben die Hersteller Anstrengungen unternommen, um die umweltschädlichen Distearyl Dimethyl Ammonium Chloride aus den Waschmitteln bzw. den Weichspülern zu verbannen. Die auch liebevoll DSDMAC genannten Stoffe sind in heutigen Waschmitteln nicht mehr oder nur noch in extrem niedriger Dosierung zu finden.

Obwohl sich dadurch die Situation spürbar verbessert hat, gibt es seitens des Umweltbundesamts nach wie vor Bedenken. Der Einsatz von Weichspülern, Mega-Perls, Weichspüler getränkten Trockner-Tüchern und anderen Duftstoffen bei der Wäschebehandlung, gehört für die meisten so selbstverständlich zum Wäschewaschen, wie die Butter auf dem Brot oder Maggi in der Suppe.

Mit anderen Worten werden zukünftig eher noch mehr Tenside in der Umwelt landen als heute.

Aktuell gilt Weichspüler als bedenkenlos – sollten jedoch im Wasser lebende Organismen und das Grundwasser geschädigt werden, bedarf es eines neuen Masterplans.  Eine willkommene Alternative wären z.B. biologische Abwasserreinigungsmöglichkeiten. Dies vorausgesetzt bliebe die Natur von gefährdenden Weichspülern verschont.

Tipp: Vegane Alternative – die Waschnuss

indische Waschnüsse
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Die vom Waschnussbaum bzw. Seifenbaum stammenden Waschnüsse, stellen umweltverträgliche Alternativen dar, mit denen du auf biologischen Weg deine Wäsche pflegen kannst. Waschnüsse sind sowohl als Pulver, als halbierte Schalen oder als ganze Nüsse in Drogeriefachmärkten erhältlich.

Waschnüsse sind besonders für Allergiker und Personen mit einer Neurodermitis-Erkrankung sehr zu empfehlen, da es sich um ein reines Naturprodukt ohne künstliche Zusatzstoffe handelt.

Die Natur wird es dir danken. Waschnüsse sind komplett biologisch abbaubar.

Anwendung: 2-4 Waschnüsse in ein Stoffsäckchen geben und zwischen die Wäsche legen. Die Waschnüsse können max. 2x verwendet werden. Danach in den Kompost oder Bioabfall geben. 

 

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