Vertrauen = Freiraum, der glücklich macht

Nach dieser einfachen Gleichung als Führungskraft zu handeln kann echte Wunder bewirken. Nun leben jedoch leider viele dieser Gattung gegenüber Ihren Mitarbeitern eher nach der Devise frei nach Lenin: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Die Folge ist oft eine zu starre Kontrolle und somit eine Einschränkung der Entfaltungsmöglichkeit der Potenziale. Wie kann man hier die Waage halten? Darauf geht mein neuer Artikel aus der Serie „Macht mir meine Arbeit Spaß?“ ein.

 

Was die Führungskraft tun kann

Das Fundament zum Vertrauen ist Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber dem Mitarbeiter. Sind Sie transparent in den Unternehmens- bzw. Abteilungszielen? Erklären Sie, wo die Reise hingehen soll? Dann bauen Sie auch Vertrauen von Seiten Ihres Mitarbeiters auf.

Als nächstes sprechen Sie IHR Vertrauen Ihrem Mitarbeiter aus. Er muss spüren, dass Sie hinter ihm stehen und auf seine Fähigkeiten und seinen Willen bauen. Natürlich geht das nur, wenn Sie ihm dies auch authentisch klarmachen können. Sind Sie selber nicht davon überzeugt, dann sagen Sie ihm das und Gründe dafür. Geben Sie ihm zu verstehen, was er tun muss, damit er Ihr Vertrauen verdienen kann. Das verschafft Transparenz und fördert die Motivation.

Stellen Sie als Nächstes für die Aufgabe, die Ihr Mitarbeiter übernehmen soll, alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung. Und dann lassen Sie ihn machen. Mischen Sie sich nicht in Entscheidungsprozesse und Umsetzung ein, solange hierdurch das Ziel erreicht wird.

Ganz ohne Kontrolle sollte es allerdings nicht laufen. Kündigen Sie an, dass Sie sich vom Fortschritt der Aufgabe oder des Projekts regelmäßig überzeugen und geben Sie dann konstruktiv Feedback. Ansonsten lassen Sie dem Mitarbeiter seine ganze Kreativität einspielen; Sie werden einen glücklichen Mitarbeiter haben.

 

Was der Mitarbeiter tun kann

Das Fundament „Offenheit und Ehrlichkeit“ besteht natürlich auch hier. Sobald Sie mit einer Aufgabe betraut wurden, beginnen Sie zeitnah mit Ihren Planungen. Um das Vertrauen Ihrer Führungskraft gegenüber zu steigern, ist ein reger Informationsfluss extrem fördernd. Halten Sie Ihren Leiter durch E-Mails auf dem Laufenden. Informieren Sie über Ihre Ideen. Wie der Stand der Dinge ist. Eine informierte Führungskraft ist eine glückliche Führungskraft!

Gelingt Ihnen etwas nicht bzw. kommt es zu Fehlern, wäre es das Verkehrteste, diese unter den Teppich zu kehren. Nein, durch Ihre Ehrlichkeit weiß Ihre Führungskraft, dass Sie sich hierüber bewusst sind und dass sie nicht befürchten muss, dass wichtige Informationen untergehen.

Halten Sie zudem immer Ihr Fachwissen auf dem Laufenden. Wie sind die gesetzlichen Vorgaben und Arbeitsanweisungen. Halten Sie sich daran, wird Vertrauen und Kompetenz gesteigert.

Erhalten Sie Kritik, lassen Sie diese an sich ran. Hören Sie zu und versprechen Sie, sich die Punkte zu Herzen zu nehmen. Bei berechtigten Punkten beginnen Sie sofort mit Veränderung.

 

Dies sind wieder nur einige Punkte, die eine Hilfe für den Alltag darstellen sollen. Vielleicht kennen Sie weitere wichtige Aspekte. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

 

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen,

 

Tobias Mengeler

„Ist das Unternehmen für Sie da, oder sind Sie für das Unternehmen da?“ – Diese tragende Meinung zu einer erfolgreichen Personalführung, die ursprünglich von Götz W. Werner, dem Gründer der Drogeriekette dm stammt, beschreibt die Einstellung zu meiner Aufgabe. Im Rahmen der Personalführung stehe ich dafür ein, den einzelnen Menschen zu sehen und voranzubringen.