Was ist Kalk?

Viele kennen noch die Werbung mit dem netten Handwerker, der freundlich darauf hinweist, dass man seine Waschmaschine vor Kalkablagerungen schützen soll. Der bekannte Slogan: „Waschmaschinen leben länger mit Calgon.“ summt im Kopf in Dauerschleife. Aber warum ist es so wichtig, die Waschmaschine, oder generell Haushaltsgeräte vor „Kalk“ zu schützen?

Achtung, jetzt wird es chemisch. 😉

Was ist Kalk?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst klären, was mit „Kalk“ gemeint ist. Es gibt „so gesehen“ zwei Arten von „Kalk“.

Kalkstein Normandie
Kalkstein in der Normandie (Frankreich)

In Böden und Gesteinen kommt „Kalk“ als Calciumcarbonat (CaCO3 / Kalkstein) vor. Eine Verbindung aus: Calcium-Salz, Kohlenstoff und Sauerstoff. Mikroorganismen und Korallen bilden den Kalkstein.

Calcium (Kalzium) ist ein Metall, dass in der Erde in gebundener Form in Kalkstein oder Gips vorkommt.

Die klassischen Kalkablagerungen sind Kalk- und Magnesiumverbindungen. So wird die Wasserhärte neben gelösten Kalkionen auch von Magnesiumionen beeinflusst.

Wie gelangt Kalk ins Wasser?

Chemische Formel
Calciumhydrogencarbonat

Wie wir nun wissen, kommt Kalk in Form von Calciumcarbonat in Böden und Gesteinen vor. Das Wasser fließt über dieses Gestein und wird mit Mineralien angereichert. So entsteht die Verbindung Calciumhydrogencarbonat (Ca(HCO3)2).

Calciumhydrogencarbonat ist in Wasser relativ gut löslich.

Härtegrad des Wassers

In Deutschland wird die Wasserhärte in „weich“, „mittel“ und „hart“ angegeben. Hierbei wird gemessen, wie hoch der Gehalt an Calciumcarbonat im Wasser ist.

Ist das Wasser „hart“ hat man einen hohen Kalzium-Anteil im Wasser.

Warum lagert sich Kalk in Geräten ab?

Man muss wissen, dass das im Wasser enthaltene Calciumhydrogencarbonat im Gleichgewicht zum Kohlenstoffdioxid (CO2) steht.
Kohlenstoffdioxid ist im Wasser ebenfalls gelöst. Bei steigender Temperatur verändert sich diese Verbindung und CO2 entweicht (die Ausgangsstoffe zerteilen sich wieder).  Das CO2 steht nun nicht mehr im Gleichgewicht zum Calciumhydrogencarbonat. Der Kalk (CaCO3) setzt sich ab.

Kalkablagerung chemisch

Wer gerne warm duscht, kennt die Kalkflecken an Fliesen und Duschwand. Das Wasser wird erwärmt und der Wasserdampf (darin ist der Kalk enthalten) gelangt an die Fliesen bzw. die Duschwand. Das Wasser „trocknet“ und zurück bleiben die festen Bestandteile, in diesem Fall die Kalk- und Magnesiumverbindungen.

Säure gegen Kalk?

ZitroneDurch Erwärmung wird die Löslichkeit von Calciumhydrogencarbonat verringert. Säure hat den gegenteiligen Effekt. Daher bestehen Entkalker unter anderem aus Säure. Im Haushalt wird häufig Essig- oder Zitronensäure verwendet.

Du kannst diesen Vorgang an alten Gebäuden beobachten. In alten Gebäuden ist häufig Kalkstein verbaut. Regen (leicht säuerlich) trifft auf den Kalkstein und löst den darin befindlichen Kalk.

"Kaputte Dinge wirft man nicht einfach weg. Wenn sie wichtig sind, dann repariert man sie." Warum z.B. eine Waschmaschine wegschmeißen, wenn sie mir jahrelang treue Dienste geleistet hat? Als Teil des Social Media Teams bei Ersatzteil-Land versuche ich unseren Kunden, mit diesem Blog, die preiswerteren Alternativen vorzustellen.